Mein Kind kommt in die Schule

Für die Eltern von Schulanfängern

Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. Septembers (Stichtag) das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres. Die Anmeldung erolgt in der zuständigen Schule zu den vom Schulträger festgesetzten Terminen. Diese können bei der Schule erfragt bzw. den regionalen Medien entnommen werden. Die Anmeldung zur Einschulung erfolgt im Herbst des Jahres, das der Einschulung vorangeht. Nach Aufhebung der Schulbezirksgrenzen haben Sie freie Schulwahl. Hier finden Sie eine Liste der Grundschulen der Stadt Iserlohn.
Wenn Sie sich für die Grundschule Kalthof entschieden haben, werden wir Sie zur Aufnahme einladen. Dabei werden wir mit Ihnen und Ihrem Kind ein Gespräch führen, um Ihr Kind besser kennen zu lernen und etwas über die persönlichen Fähigkeiten Ihres Kindes zu erfahren. Auf diese Weise können Sie, Ihr Kind und wir gut vorbereitet dem Einschulungstag entgegensehen.
Zu einem späteren Zeitpunkt besuchen die Schulanfänger mit den Erziehern des Kindergartens die Schule und Sie erhalten vom Gesundheitsamt eine Einladung für die schulärztliche Untersuchung. Von uns bekommen Sie gegen Ende des jetzigen Schuljahres eine Einladung zu einem Informationsabend. Hier erfahren Sie Einzelheiten u.a. zur Klassenbildung und zu den Arbeitsmitteln.
Nach den Sommerferien beginnt dann für Ihr Kind die Schulzeit.
Mehr unter: Infos für Schulanfänger-Eltern.

Mein Kind kommt in die Schule

Was Eltern tun können, damit ihr Kind gut vorbereitet ist für das Lernen in der Schule
- Elternzeit schenken -
Das bedeutet mit dem Kind aktiv Zeit zu verbringen. Reservieren Sie regelmäßig Zeit für gemeinsames Tun.
1. Für Bewegung sorgen- Entwicklung der Grobmotorik
Ballspiele, balancieren, hüpfen, springen und vieles mehr. Fußwege zum Kindergarten oder zur Schule, Spaziergänge, Sport und Spiel im Verein, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft. (Schwimmen, Leichtathletik, Radfahren, Inliner, ...)
2. Entwicklung der Feinmotorik (Fingerbeweglichkeit)
Ausschneiden, malen, ausmalen (ohne den Begrenzungsstrich zu übermalen), kneten, mit Schere und Kleber umgehen lernen, ... Schleife und Knoten binden; Knöpfe und Reißverschluss öffnen und schließen.
3. Spielen mit mehreren
Spielen Sie Domino und Mensch-ärgere-dich-nicht mit Ihrem Kind. Puzzeln Sie gemeinsam mit und ohne Vorlage. Lassen Sie Muster legen. Spielen Sie "Schau genau", Memory, Domino, Fang den Hut oder "Differix". Ihr Kind lernt mit anderen zu spielen, Regeln und gewinnen und verlieren.
4. Entwicklung der Sprach- und Sprechfähigkeit
Eltern können ihre Kinder auf Lesen, Schreiben und Rechnen neugierig machen. Sie sollten Ihrem Kind Geschichten vorlesen, mit ihm Bilderbücher anschauen, aber sich auch darüber freuen, wenn Ihnen das Kind in Kritzelschrift ein (nicht zu entzifferndes) Briefchen oder einen Einkaufszettel schreibt und ihnen vorliest. Fragen Sie behutsam nach Einzelheiten. Lassen Sie es zu Bildern erzählen. Unterbrechen Sie Ihr Kind nicht, wenn es von einem Erlebnis erzählt. Spielen Sie "Ich sehe was, was du nicht siehst". Achten Sie darauf, dass Ihr Kind in ganzen Sätzen erzählt. üben Sie Zungenbrecher, Reime, Abzählverse.
5. Verantwortung für eigenes Verhalten und für Aufgaben
Kleine Pflichten- auch zu Hause- verlässlich übernehmen lernen. Fähigkeiten wie Ausdauer, Stille und Konzentration, aber auch sich allein und selbst beschäftigen zu können, sind für das Lernen ganz besonders bedeutsam. Ihr Kind sollte sich selbstständig an- und ausziehen können. Es sollte seine eigenen Sachen erkennen und damit umgehen können. Eltern sollten ihren Kindern helfen, dass sie angefangene Arbeiten und Spiele (z.B. Puzzle) auch zu Ende führen, dass sie nicht sofort bei einer auftauchenden Schwierigkeit aufgeben, um sich etwas Neuem zuzuwenden. Dies geschieht am besten dadurch, dass Sie selbst zusammen mit dem Kind die angefangene Sache zu Ende bringen.
Eltern sollten die Selbstverantwortung der Kinder stärken, ihnen etwas zutrauen, ihnen nicht alles abnehmen, ihnen Bereiche anbieten, für die sie selbst zuständig sind (Mineralwasser holen, Tisch decken), freilich ohne die Kinder zu überfordern. überforderung führt zwangsläufig zu Misserfolgen und kann leicht eine generelle Misserfolgsorientierung nach sich ziehen.
6. Regeln und Rituale
Eltern sollten ihr Kind dazu anhalten, bestimmte Regeln einzuhalten: abendliches Zu-Bett-Gehen zu bestimmten Zeiten, Aufräumen von Spielsachen, Essensregeln, regelmäßiger Besuch des Kindergartens usw. Das könnte eine Hilfe dafür sein, dass die Kinder leichter auch schulische Regeln akzeptieren. Eltern sollten nicht jeden Wunsch des Kindes sofort erfüllen, sondern ihrem Kind helfen, Kompromisse zu schließen.
7. Fernsehverhalten
Kinder sehen gerne fern. Wenn überhaupt, sollte Ihr Kind täglich höchstens 30 Minuten fernsehen. Achten Sie auf altergerechte Sendungen wie Pusteblume, Die Sendung mit der Maus, Willi will's wissen u.a. Die schnelle Bildfolge von Comics verwirren Kinder. Inhalte werden auch nachts verarbeitet und es kann zu Alpträumen und Schlafstörungen kommen. Konzentrationsstörungen können die Folge sein. Ihr Kind wird selbstständig. Unterstützen Sie es dabei: Das Kind allein ohne Hilfe Aufträge ausführen lassen. Es bei schwierigen Aufgaben erst allein versuchen lassen eine Lösung zu finden, bevor helfend eingegriffen wird. Erlauben Sie ihrem Kind, Fehler zu machen; es trotzdem zu loben und es darin zu ermutigen, es noch einmal zu versuchen.
Eltern sollen die Neugier ihres Kindes befriedigen und anregen, die vielen hundert Kinderfragen ernst nehmen und beantworten, auf staunenswerte Sachverhalte in der Natur aufmerksam machen, mit ihnen Wanderungen unternehmen und das eine oder andere erklären, für Kinder interessante Ausstellungen und Museen besuchen.
Eltern sollten auf die Schule neugierig machen, aber unter keinen Umständen mit der Schule drohen oder in irgendeiner Weise vor ihr Angst machen.